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Auslandsentsendung ohne Familie – Kostenvorteil oder Abbruchrisiko?

Studie zeigt den Anstieg alleinreisender Expatriates

Der Global Mobility Trends Survey des führenden Beratungsunternehmens Brookfield GRS zeigt jedes Jahr, welche Praktiken sich in den Mobility Centern internationaler Unternehmen wachsender Beliebtheit erfreuen. Einer der aktuellsten Trends ist derzeit, dass Mitarbeiter immer öfter ohne ihre Familienangehörigen ins Ausland entsendet werden. Während noch 2009 lediglich 14% aller in einer Partnerschaft lebenden Expatriates allein den Schritt in die Fremde gewagt haben, entschieden sich 2014 bereits 22% für den Arbeitsplatz fern der Familie. Eine Steigerung von über 50% innerhalb von nur fünf Jahren.
Vor allem Projekte, bei denen der Expatriate ohne Anhang ins Ausland geht, dafür aber vom Arbeitgeber regelmäßige Heimflüge spendiert bekommt (sog. Commuter-Regelungen), sind in internationalen Unternehmen momentan sehr beliebt. Verständlich, denn der Arbeitsort des Mitarbeiters wird zwar vorübergehend verlagert, Partner und Kinder können jedoch ihren gewohnten Alltag im vertrauten Lebensumfeld beibehalten. Klingt risikoarm, weniger aufwendig und vor allem sehr kosteneffizient. Doch was sich zunächst nach jeder Menge Vorteilen für alle Betroffenen anhört, könnte sich für Personalverantwortliche und Mobility Manager als kostspielige Mogelpackung herausstellen.

Alleinreisende Expatriates scheitern häufiger als entsendete Familien

Eine aktuelle Interview-Studie von Dr. Claudia Kuller an der Universität of Surrey mit deutschen alleinreisenden Expatriates belegt, dass der „fehlende“ Partner ein Abbruchgrund ist. Expatriates ohne Partner oder Familie fällt die Integration im Gastland besonders schwer, was hauptsächlich auf emotionale und soziale Aspekte zurückgeführt werden kann. Ihre Untersuchung belegt auch, dass sich z.B. alleinreisende Expatriates oft schlechter im Gastland integrierten als Expatriates mit Familienanhang. Sie führt dies darauf zurück, dass bei Familienentsendungen der mitreisende Partner im Ausland dafür sorgt, dass neue Kontakte entstehen – beispielsweise in der Expat-Community. So kann der Verlust des alten Freundes- und Bekanntenkreises schneller kompensiert werden und die Eingewöhnung im Gastland verläuft problemloser.

Alleinreisende Expatriates in manchen Kulturen Außenseiter

Die Studie fand weiterhin heraus, dass sich alleinreisende Expatriates in einigen Kulturen als Außenseiter fühlten. In den meisten Kulturen spielt die Nähe zur Familie eine herausragende Rolle in der Lebensgestaltung. Dies führt dazu, dass Menschen, deren Angehörige Tausende von Kilometern entfernt leben, als ungewöhnlich betrachtet und zum Teil sogar ausgeschlossen werden – was die Integration im Gastland nahezu unmöglich machte.

Alleinreisende Expatriates fühlen sich weniger wohl

Forschungsergebnisse zeigen auch, dass das emotionale Wohlbefinden ganzer Familien im Gastland häufig höher ist, als bei Alleinreisenden. Die Anwesenheit eines Partners und gegebenenfalls der Kinder geben dem Neuling in der Fremde von Anfang an Sicherheit, Stabilität und einen vertrauten Rückzugsort. Der Mitarbeiter ist ausgeglichener, motivierter und stressresistenter. Fehlt diese emotionale Stütze, steigt das Abbruchrisiko immens an.
 
Gestresst fühlen sich alleinreisende Expatriates und Commuter übrigens auch durch die doppelte Haushaltsführung. Denn oftmals führt häufiges Pendeln auf die Dauer nicht nur zu Entfremdung von der eigenen Familie, sondern auch zu ausgeprägten Stresssymptomen und Erschöpfung bis hin zum Burn-Out.

Expat-Familien in der Regel länger im Ausland als ihre alleinreisenden Kollegen

Ob von Anfang an geplant oder nicht: entsendete Familien verbringen erfahrungsgemäß mehr Zeit im Ausland, als alleinreisende Expatriates. Für viele Unternehmen ein wichtiger Grund, ihre Mitarbeiter trotz gegenläufigem Trend mitsamt Familie zu entsenden, denn langfristige Aufenthalte sind in der Regel rentabler als kurzfristige Assignments.

Doch was ist zu beachten, um Auslandsprojekte mitsamt Familie möglichst erfolgreich zu managen? Denn schließlich ist auch die Familie bei Entsendungen immer ein Risikofaktor – etwa wenn diese sich vor Ort nicht wohlfühlt?

Entscheidend für erfolgreiche Mitarbeiterentsendungen ist die individuelle Unterstützung, die Unternehmen ihren Mitarbeitern und deren Familien bieten. Während sich für den Expatriate selbst ein kulturspezifisches Business-Training eignet, brauchen Familienangehörige gezielte Hilfe im fremdkulturellen Alltag – etwa bei alltäglichen Erledigungen oder dem Aufbau eines sozialen Netzwerkes. Daheim wie auch am anderen Ende der Welt hat jedes Familienmitglied ganz eigene Bedürfnisse – und braucht daher eine maßgeschneiderte Lösung um sich möglichst schnell in der neuen Lebenssituation zurechtzufinden.
 
Das Düsseldorfer Beratungsunternehmen ABROAD, Spezialist für internationale Mitarbeiterentsendungen, bietet hier eine Lösung: Sein webbasiertes Coachingprogramm www.How-To-Create-My-Life-Abroad.com begleitet Expat-Familien in allen entscheidenden Phasen der Entsendung. Vor der Ausreise unterstützt es bei der Planung und bereitet auf die zukünftige Lebenssituation im Gastland vor. Nach Ankunft im Gastland leistet es praktische Starthilfe und berät bei der konkreten Lebensgestaltung vor Ort. Dabei erhalten die mitreisenden Partner nicht nur gezielte Unterstützung für ihr persönliches Wohlbefinden und die Eingewöhnung in der neuen Kultur, sondern auch in familiären Belangen und in Fragen der eigenen Karriereplanung.
Dr. Claudia Kuller: „Um internationale Projekte erfolgreich zu managen, tun Unternehmen gut daran, ihre Mitarbeiter samt Partner oder Familie zu entsenden. Das E-Coachingprogramm ist sicherlich eine empfehlenswerte Unterstützung für mitausreisende Partner.“

© abroad [relocation. interculture. language.] | Karolingerstraße 42 | 40223 Düsseldorf

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